Die verwendete Technik des Chiemgauer Modells
Die Fermenter bestehen im wesentlichen aus rechteckigen, befahrbaren Becken. Mittels eines Radladers oder aehnlichen wird das Substrat ein- und ausgebracht.
Um den Gaerprozess optimal erwirken zu koennen, muss das Substrat waehrend der gesamten Chargenlaufzeit mit dem sogenannten Perkolat feucht und anhand eines Heizsystems auf einer Temperatur von ca 38 Grad Celsius gehalten werden.
Um ein starkes Abkuehlen des Substrats an der Oberflaeche zu verhindern, wird es mit einer Isolierfolie abgedeckt. Eine Gasmembrane, die mittels eines Folienaufrollers entfernt und wieder aufgelegt wird (fixiert in einen Fermenter umlaufenden Seegerverschluss), speichert das erzeugte Biogas direkt ueber der Biomasse.
Ein zusaetzlicher Gasspeicher kann dadurch eingespart werden. Ueber Absaugrohre wird das Gas aus dem Fermenter direkt den entsprechenden Verbrauchern (BHKW, Gastherme usw.) zugefuehrt.
Eine Gasaufaufbereitung entfaellt in der Regel. Um auf aufwaendige Ein- und Ausbringtechniken verzichten zu koennen, werden die Fermenter im Batch-Verfahren betrieben. Die Chargenlaufzeit pro Fermenter betraegt etwa 4 Wochen. Nach 4 Wochen werden ca. 15% gut vergorener Mist (wird über mehrere Monate im Fermenter separat gelagert) entnommen und Neusubstrat nachgefüllt.
Um den Weiterbetrieb des nachgeschaltenen Verbrauchers waehrend des Chargenwechsels zu ermoeglichen, werden mindestens 2 Fermenter benoetigt.
Beim Betrieb eines BHKW's wird die Abwaerme zum Teil fuer die Beheizung der Fermenter benoetigt, der Rest kann zur Wohnhausheizung, Trocknung u.s.w. genutzt werden.
